Soziales Lernen
„Nur Kinder, die tiefe Wurzeln in vertrauensvolle Bindungen bilden können, entwickeln sich eigenständig und selbstbewusst.„
nach Dr. Gordon Neufeld
Nur wer seinen Platz gefunden hat und sich angenommen fühlt, kann gut lernen.
Soziales Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Schulkultur:
Selbstentfaltung – Mitempfinden – Sorgsamkeit
Die Arbeit mit unserem Sozialcurriculum in Klasse 5 und 6 soll den Schülerinnen und Schülern langfristig helfen, in der Klasse gut miteinander umzugehen und zu lernen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, besser mit Ärger und Streit umzugehen, ihre Konflikte selbst zu lösen und eigene Entscheidungen zu treffen … Flyer (PDF)
Videotext: Soziales Lernen VIDEO
Beyza G6a: Hallo, ich heiße Beyza und komme aus der G6a.
Zu Beginn der 5. Klasse waren wir mit zwei Übernachtungen in der Dobelmühle.
Dort konnten wir mit vielen Übungen und Aufgaben die Klasse besser kennen lernen.
Viele spannende Übungen und Aufgaben haben uns gezeigt, dass wir viele Sachen nur gemeinsam lösen können.
Beim Mutsprung und beim Klettern haben wir gelernt, unsere Angst zu überwinden und den Sicherern zu vertrauen.
Viel Spass hatten wir auch beim Abendprogramm und beim gemeinsamen Essen.
Abends im Bett erzählten wir uns noch lustige Geschichten vor dem Einschlafen.
Frau Buder: Guten Tag!
Mein Name ist Cornelia Buder und ich bin schon seit fast 30 Jahren Lehrerin.
Das heißt, ich weiß nicht erst seit Corona, sondern aus langjähriger eigener Erfahrung, dass Schule nicht nur ein Lernort ist, sondern vor allen Dingen auch ein sozialer Raum.
Und deswegen bin ich ganz besonders glücklich darüber, dass die Liebfrauenschule so großen Wert darauf legt, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur in Fächern gut unterrichtet werden, sondern dass alle Kolleginnen und Kollegen großes Gewicht darauf legen, Teamfähigkeit, Solidarität und Empathie zu vermitteln.
In den Klassen 5 und 6 haben wir aber außerdem besondere Strukturen entwickelt, die den emotionalen und sozialen Aspekten besonderen Raum gewähren.
Von den Tagen in der Dobelmühle hat die Beyza gerade eben schon erzählt.
Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Klassen 5 und 6 haben aber außerdem eine besondere Stunde zur Verfügung, in denen auch emotionale Kompetenzen, soziale Fähigkeiten entwickelt werden.
Ganz großes Gewicht legen wir zum Beispiel auf Gefühle.
Die Kinder sollen lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, sie wirklich zu erkennen und auch unterscheiden können.
Und sie sollen sie benennen lernen und damit in die Lage versetzt werden, auch auf die Stimmungen und Befindlichkeiten anderer angemessen zu reagieren.
Ein weiterer großer Baustein hier bildet der Klassenrat.
Das ist ein ganz hervorragendes Instrument nicht nur zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung, sondern auch, um demokratische Strukturen einzuüben.
Die Kinder lernen hier eigenständig und selbstbewusst, ihre Anliegen zu formulieren und auch durchzusetzen.
Darüber wird der Dario gleich noch etwas sagen.
Und wenn Sie sich für die Anstrengungen interessieren, die die Liebfrauenschule in Sachen Prävention unternimmt, können Sie sich darüber gerne auf unserer Homepage informieren.
Dario: Ich bin Dario und bin auch in der 6. Klasse.
Im Klassenrat sitzen wir im Stuhlkreis und besprechen wichtige Angelegenheiten.
Unsere Klassenlehrerin hilft uns dabei, Regeln einzuhalten, eine Rednerliste zu erstellen und Protokoll zu schreiben.
Sie ist ein Mitglied wie wir alle anderen auch, und sie hat nicht mehr Rechte wie wir.
Hier versuchen wir, Konflikte selbst zu lösen.
Aber es geht auch manchmal um andere Anliegen.
Zum Beispiel haben wir beschlossen, an ein kenianisches Patenkind zu spenden.
Wir diskutierten einmal darüber, den Tintenkiller abzuschaffen.
Wir stimmen über die Anliegen ab und halten uns an die Beschlüsse.
Fenja: Hallo, ich bin Fenja und gehe in die G6a.
In der Klassenlehrerstunde machen wir immer wieder Übungen, die uns zeigen, dass wir eine gute Gemeinschaft sind.
Und wir lernen, selbstbewusster zu werden.
Mit dem dreibeinigen Hocker des Selbstbewusstseins haben wir mehr über unsere Fähigkeiten gelernt, und wann wir Anerkennung erhalten und wann wir Verantwortung tragen können.
Eine Übung zu Nähe und Distanz zeigt uns, dass jeder Mensch Grenzen hat, die wir nicht übertreten dürfen und andere Menschen darauf hinzuweisen, wenn sie uns zu nahe kommen.
ENDE